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		<title>Das Beusch &#8211; Teil 1 &#8211; Version 2</title>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 10:46:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andraika90</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Das Beusch – Teil 1" href="http://sabschraika.wordpress.com/2012/12/23/das-beusch-teil-1/">Version 1</a></p>
<p><span style="font-style:inherit;line-height:1.625;">Heute war bereits der dritte Abend, an dem Lara-Sophie Kekse auf die kleine Kommode im Flur stellte. Wie die letzten beiden Tage auch ging sie in die Küche, stellte sich die Trittleiter parat und holte die Keksdose von dem Fach über dem Kühlschrank. Dann schob sie den Tritt einen Meter nach links, um an das Geschirr heran zu kommen. Das erste Mal hatte sie hier lange gesucht, um den schönsten Teller zu finden, den ihre Mutter besaß.</span></p>
<p><span id="more-927"></span>Lara-Sophie wollte die Kekse auf keinen Fall einfach auf irgendeinen Teller legen, nein, es musste der aus dem feinen Porzellan und mit dem leicht geschwungenen Rand sein, der über und über mit kleinen Blümchen in zarten Pastellfarben bedacht war.</p>
<p>Gerade als sie am ersten Abend mit der Suche nach dem Teller fertig war, kam ihre Mutter zur Küche hinein. &#8220;Nanu&#8221;, fing sie an, &#8220;was machst du denn hier? Musst du nicht längst im Bett sein?&#8221; Dann fiel ihr Blick auf die Keksdose. &#8220;Und die Süßigkeiten räumen wir auch wieder weg, Fräulein! Du sollst Abends doch keine Kekse mehr essen!&#8221;</p>
<p>&#8220;Nein Mama&#8221;, warf das Mädchen schnell ein, &#8220;die sind ja gar nicht für mich!&#8221; Schnell stieg sie von der Leiter, legte den Teller auf die Küchentheke und griff nach der Keksdose, um sie ganz fest an sich zu drücken. &#8220;Ich will sie nur auf der Kommode im Flur auslegen, mehr nicht!&#8221;</p>
<p>Die Mutter runzelte die Stirn. &#8220;Die Kekse auslegen? Wieso das denn?&#8221;</p>
<p>&#8220;Das kann ich nicht sagen. Ich will etwas versuchen. Wovon ich heute gelesen habe. Aber wenn ich verrate worum es geht, dann klappt es womöglich nicht.&#8221; Sie blickte ihre Mutter mit großen, bettelnden Augen an, so dass diese nicht anders konnte als zu lächeln.</p>
<p>&#8220;So, du hast davon gelesen? Wo denn?&#8221;</p>
<p>&#8220;In einem Buch.&#8221;</p>
<p>Die Mutter seufzte, lächelte aber immer noch. Sie dachte an die Kinderbücher, die ihr Mann der Kleinen letztens mitgebracht hatte. Sicher versuchte Lara-Sophie eine der Geschichten in einem dieser Bücher nachzuspielen.</p>
<p>&#8220;Und&#8230;&#8221;, fuhr die Mutter fort, &#8220;du wolltest jetzt die Kekse auf den Teller legen und auf die Kommode legen? Mehr nicht? Und dann wartest du ab, was passiert?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja. Nein, nicht ganz. Ich muss die Kommode doch noch schmücken!&#8221;</p>
<p>&#8220;Schmücken?&#8221; Die Stirnrunzel der Mutter vertieften sich.</p>
<p>&#8220;Ja. Wie wenn man Kekse für den Nikolaus rauslegt. Mit einem schönen Deckchen und mit Blümchen und Kerzen, damit die Kekse auch beleuchtet sind! Und dann muss ich schlafen gehen. Und wenn ich Glück habe, passiert über Nacht etwas wunderbares!&#8221; Das Mädchen hatte sich richtig in Stimmung geredet, die Worte überschlugen sich fast und ihre Äugelchen leuchteten.</p>
<p>&#8220;Nun gut&#8221;, meinte ihre Mutter seufzend, &#8220;ich schlage folgendes vor: Ich helfe dir schnell, alles vorzubereiten, und dann gehst du aber sofort ins Bett. Und, die Kerzen lassen wir besser weg, bevor noch etwas Feuer fängt. Du kannst stattdessen die Lichterkette nehmen, wie wäre es damit?&#8221; Sie wollte heute Abend keine längere Diskussion mehr anfangen. So wie sie ihre Tochter kannte, würde sie spätestens nach ein paar Tagen, wenn nichts geschehen würde, das Interesse an diesem Spiel verlieren.</p>
<p>Das Mädchen schien einen Moment zu überlegen, dann nickte sie. &#8220;Einverstanden.&#8221;</p>
<p>Am nächsten Morgen stand Lara-Sophie ganz früh auf, noch vor allen anderen. Sofort rannte sie die Treppe hinab, bog um eine Ecke und blickte hoffnungsvoll auf die Kommode. Doch dann seufzte sie. Alles lag da, wie am Abend zuvor, nichts hatte sich verändert. &#8220;Naja, vielleicht muss ich es noch ein paar Mal versuchen&#8221;, überlegte sie halblaut. Dann steckte sie die Lichterkette aus, räumte die Kekse zurück in die Keksdose, verstaute das Deckchen in der Kommode und brachte den Teller zurück in die Küche.</p>
<p>Am nächsten Tag war es nicht anders.</p>
<p>Doch als Lara-Sophie am dritten Tag um die Ecke bog, riss sie überrascht die Augen auf. Sie hatte fast damit gerechnet, dass sich wieder nichts geändert hatte. Doch weit gefehlt! Heute waren alle Kekse weg. Kein einziger Krümel war übrig. Die Dekoration lag aber noch an genau derselben Stelle wie den Abend zuvor. Es sah beinahe so aus, als hätten auf dem Teller niemals irgendwelche Kekse gelegen. Doch der Teller war nicht leer. Statt des liebevoll arrangierten Gebäcks lag dort genau in der Mitte&#8230; Ja, wie sollte man dieses Etwas beschreiben? Es war kugelrund. Und plüschig. Und es schimmerte geheimnisvoll. Lara-Sophie überlegte kurz, die Kugel in die Hand nehmen, traute sich jedoch nicht so richtig. Also pikste sie sie nur einmal. Sie fühlte sich eher kratzig als plüschig an. Und bei genauerem Hinsehen war sie auch nicht genau kugelig, sondern eher eckig. Halt sehr eckig, so dass sie beinahe wie eine Kugel aussah. Lara-Sophie  schaute sie noch eine Weile an, dann wurde ihr Blick etwas verklärter, die Augen fingen an zu leuchten und plötzlich rief sie: &#8220;Das muss das Beusch sein!&#8221;</p>
<p>&#8220;Das was, mein Schatz?&#8221;, fragte eine Stimme hinter ihr. Es war ihre Mama. Weil Lara-Sophie so mit dem plüschigen Etwas beschäftigt war, hatte sie sie gar nicht kommen hören und zuckte kurz zusammen. Dann packte sie das Beusch schnell, drehte  sich um und lächelte ihre Mama mit großen Augen an. &#8220;Ein Beusch!&#8221;, rief sie. &#8220;Ich habe letztens gelesen, wenn man ganz brav ist und Kekse rausstellt, dass man dann einen Beusch bekommt! Und, wenn du einen Beusch hast, dann passiert etwas ganz tolles!&#8221; Die Mutterlegte den Kopf schief und runzelte die Stirn, denn sie fragte sich, was denn genau ihre Kleine da in ihren Händen hielt. Sie wollte es sich gerade noch näher anschauen, ihre Tochter war aber schon in einem wahnsinnigen Tempo an ihr vorbei und in ihr Zimmer gelaufen. Also beschloss die Mutter, später ihren Mann zu fragen, ob er etwas damit zu tun hatte.</p>
<p>Lara-Sophie aber bunkerte das Beusch nun in ihrem Nachttisch, direkt neben dem Bett. So dass sie, wenn sie noch wach war oder wieder wach wurde, immer wieder mal hinein schauen konnte, um sicherzugehen, dass ihr Beusch noch da ist.</p>
<p>Und dann passierte erst mal nichts. Für etwa sechsunddreißig Stunden.</p>
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		<title>Das Beusch &#8211; Teil 12</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 17:24:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Teil 1 &#8211; &#8230; &#8211; Teil 5 &#8211; &#8230; - Teil 10 - Teil 11 &#8211; Teil 12 &#8211; Teil 13 In der Tat befand sich an dieser Stelle wohl eine Art Weg, den sicher auch der Schäfer mit seiner &#8230; <a href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/04/29/das-beusch-teil-12/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=911&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Das Beusch – Teil 1" href="http://sabschraika.wordpress.com/2012/12/23/das-beusch-teil-1/">Teil 1</a> &#8211; &#8230; &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 5" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/01/12/das-beusch-teil-5/">Teil 5</a> &#8211; &#8230; -<a title="Das Beusch – Teil 10" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/03/02/das-beusch-teil-10/"> Teil 10 </a>- <a title="Das Beusch – Teil 11" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/04/16/das-beusch-teil-11/">Teil 11</a> &#8211; Teil 12 &#8211; Teil 13</p>
<p>In der Tat befand sich an dieser Stelle wohl eine Art Weg, den sicher auch der Schäfer mit seiner Herde genommen hätte. Er war nicht gut zu erkennen, hier war wohl schon länger niemand mehr entlang gegangen. Außerdem war er relativ steil. Die Beiden mussten aufpassen, dass sie nicht ausrutschten und stiegen deshalb sehr langsam und vorsichtig hinab.<span id="more-911"></span></p>
<p>Unten angekommen starrten sie ehrfürchtig auf die zerstörte Landschaft. Dann blickten sie einander an. Lara-Sophie sprach als erstes aus, was beide dachten. &#8220;Und nun?&#8221;</p>
<p>Das schläfrige Hüpfmeerschweinchen zuckte mit den Schultern, soweit es dies als Vierbeiner konnte, und meinte bloß: &#8220;Nun, eigentlich ist das hier ja deine Mission. Du müsstest dir überlegen, was wir jetzt tun sollten.&#8221;</p>
<p>Das Mädchen legte den Kopf schief. &#8220;Vielleicht sollten wir uns die Ebene näher anschauen. Möglicherweise finden wir, wenn wir die Risse genau unter die Lupe nehmen, einen Hinweis auf die Erdbeben.&#8221;</p>
<p>Ihr Begleiter nickte kurz. Er ging ein paar Schritte auf einen der vielen Brüche im Boden zu.</p>
<p>Lara-Sophie beobachtete ihn gespannt. Gerade wollte sie ihm folgen, da fiel ein Schatten auf ihr Gesicht. Sie stutzte. Sofort war der Schatten wieder weg. Es folge ein heiserer Schrei.</p>
<p>Das Geräusch hallte wieder und wieder durch das leblose Tal. Es klang kalt und rau, hatte etwas von einem heiseren Krächzen und schnitt sich tief durch Mark und Bein. Das Mädchen bekam eine Gänsehaut, die in Windeseile vom Scheitel bis zur Sohle wanderte. Sie schaute sich um entdeckte zwei riesige, schwarze Schatten, die immerzu über die Ebene wanderten. Erneut ertönte dieser Schrei. Lara-Sophie blickte nach oben.</p>
<p>Sie sah zwei riesige Silhouetten. Es mussten Vögel sein, jedoch hatte das Mädchen noch nie welche gesehen, die so groß waren! Diese Wesen dort oben am Himmel waren mit Sicherheit größer als sie selbst!</p>
<p>Die Vögel krächzten erneut und rissen Lara-Sophie aus ihrer Starre. Das Meerschweinchen! Diese Wesen würden es sicher schlagen wollen. Sie musste ihren kleinen Freund sofort hier fort bringen!</p>
<p>Lara-Sophie schaute in die Richtung, in die er gegangen war. Er war weg.</p>
<p>Sie öffnete ihren Mund, um seinen Namen zu rufen und ihr wurde auf einmal bewusst, dass sie den gar nicht kannte. Hatten die Wesen hier überhaupt Namen? Wie sollte sie den Kleinen jetzt rufen? Wie ihn finden?</p>
<p>Sie lief ein paar Schritte in die Richtung, in der er zunächst verschwunden war und blickte sich dabei um. Doch dann stoppte sie sofort. Mit jedem Schritt schien der Boden mehr einzusinken und kleine Risse zu bilden. Ja, jetzt merkte sie auch, wie an jeder Kante die Erde abbröckelte, wie die vorhandenen Risse sich minutiös vergrößerten und neue, kleinere Risse entstanden. Dies geschah jedoch so langsam und unmerklich, dass es ihr bisher nicht aufgefallen war. Es war absolut unmöglich zu sagen, wie lange der Boden das Mädchen noch halten würde. Ob er überhaupt noch irgendetwas tragen konnte. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis er unter seiner Eigenlast zusammenbrechen würde. Die ganze Ebene war eine tickende Zeitbombe!</p>
<p>Dann ertönte ein weiterer Schrei. Wieder dieser Schatten auf ihrem Gesicht. Sie blickte auf. Und schrie.</p>
<p>Sie sah nur ein Paar messerscharfer Krallen, die von Sekunde zu Sekunde näher kamen, genau auf sie zu. Ohne nachzudenken lief sie los, doch schon nach drei Schritten gab der Boden nach, sie ruderte mit den Armen und wich zur Seite aus, um nicht einzukrachen. Jetzt spürte das Mädchen die Luftwirbel, die von den kräftigen Schwingen der Vögel herrühren, ganz dicht hinter sich. Gleichzeitig traf sie unvermittelt ein stechender, beißender Geruch, der sie kurz schwindeln ließ. In Panik lief sie ohne zu überlegen gerade aus, wieder gab der Boden nach, sie vernahm noch ein heiseres Krächzen, dann zog die Schwerkraft mit aller Macht an ihren Knöcheln und riss sie mit einer Ladung Erde und Steinen in die Tiefe. Nur Momente später spürte sie einen kräftigen Ruck, einen Schmerz, dann war alles schwarz.</p>
<p>&#8212;&#8211;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sabschraika.wordpress.com/911/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sabschraika.wordpress.com/911/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=911&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Beusch &#8211; Teil 11</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 21:28:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andraika90</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Das Beusch – Teil 1" href="http://sabschraika.wordpress.com/2012/12/23/das-beusch-teil-1/">Teil 1</a> &#8211; &#8230; &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 5" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/01/12/das-beusch-teil-5/">Teil 5</a> &#8211; &#8230; &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 10" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/03/02/das-beusch-teil-10/">Teil 10</a> &#8211; Teil 11 &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 12" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/04/29/das-beusch-teil-12/">Teil 12</a></p>
<p>Als sie am nächsten Morgen aufwachten, fühlte sie das Mädchen so fit und ausgeschlafen, wie lange nicht mehr. Sie war richtig gut gelaunt und nach einem ausgiebigen Keks-Frühstück mehr als hoch motiviert, weiter zu ziehen. Sie und ihr Begleiter verabschiedeten sich noch höflich bei dem Gemütlichen Ebendeswegen, dann zogen sie weiter in die Richtung, die es ihnen angezeigt hatte.<span id="more-893"></span></p>
<p>Lange noch erhellte das Leuchten der Sonnenuntergangsschafherde die Natur und hüllte die Welt in warme Orangetöne, die einem Jeden das wunderbare Gefühl von Geborgenheit und Zufriedenheit vermittelt hätte. So trippelte das Schläfrige Hüpfmeerschweinchen freudig trillernd neben einer schwungvoll tänzelnden Lara-Sophie her. &#8220;Eure Welt ist so wundervoll&#8221;, rief sie vergnügt und drehte ein um die andere Pirouette. Ihr Begleiter konnte ihr nur immerzu zustimmen und fing langsam auch an, kleine Freudenhopser zu machen.</p>
<p>Nach und nach verblasste das Leuchten der Herde. Mit jedem Schritt wurde die Welt etwas weniger orange und näherte sich stückweise wieder ihrem normal-bunten Zustand. Gleichzeitig nahm auch die Beschwingtheit der beiden Reisenden immer mehr ab, schließlich macht so ein langer Marsch auch etwas müde. So wurden Lara-Sophies Ausrufe seltener und ihr Schritt ruhiger, auch ihr Begleiter stellte sein Hopsen ein. Spätestens gegen Mittag war alles wieder normal. Die beiden waren schon eine Weile still nebeneinander hergelaufen und beschlossen nun, kurz zu rasten, um ein paar Kekse zu mampfen und neue Kraft zu tanken. Während dem Essen hatten sie sich nicht viel zu sagen. Lara-Sophie plädierte nur noch auf ein kleines Mittagsschläfchen, welches ihr ihr Begleiter gerne gewährte, bevor sie weiter wanderten.</p>
<p>Am Nachmittag zogen ein paar dünne Wölkchen auf und der Wind wurde stärker. Zum ersten Mal nahm Lara-Sophie bewusst wahr, dass es hier überhaupt richtigen Wind gab. Sie musste zugeben, dass es sie in ihrem Pyjama ein wenig fröstelte. Sie zog ihre Schultern zusammen und schlang so die Arme um sich, dass sie mit ihren Händen ihre Oberarme warmreiben konnte. Dabei schaute sie sich schüchtern um.</p>
<p>Das Mädchen hatte auch das Gefühl, dass sich die Landschaft unmerklich verändert hatte. Sie konnte nicht mit Gewissheit sagen, wie. Es schien ihr aber, als wären die Hügel ein wenig höher geworden, das Glitzern etwas stumpfer und die Farben ein bisschen kälter. Lara-Sophie fröstelte es erneut.</p>
<p>Ihr kamen nun auch wieder ernste Bedenken an ihrem Vorhaben. Immer mehr beschlich sie das Gefühl, dass sie sich hier auf etwas eingelassen hat, was eine Nummer zu groß für sie werden würde. Ein immer größer werdendes Unwohlsein bemächtigte sich ihrer. Ach, wenn sie doch nie über diesen Regenbogen gelaufen wäre! Wenn sie doch jetzt nur zu Hause sein könnte, bei ihrer Mama und ihrem Papa! Langsam bildete sich ein Kloß in dem Hals des Mädchens und sie merkte, wie ihre Augen feucht wurden.</p>
<p>&#8220;Halt!&#8221;, rief das Schläfrige Hüpfmeerscheinchen. Sie blieb abrupt stehen. Das kleine Wesen stand ein paar Schritte hinter ihr, mit weit aufgerissenen Augen. Als Lara-Sophie nach vorne schaute, wurde ihr schwindelig. Sie stand direkt an einer Klippe, die viele Meter steil in ein großes Tal abfiel. In das Tal, von dem das Gemütliche Ebendeswegen erzählt hatte. Und es hatte nicht übertrieben. Die Ebene wurde beherrscht von dem dunklen Braun der  Risse und der Löcher, nur vereinzelt sah man noch helle, glitzernde Grasbüschel. Die zwei, drei Bäume, die hier wuchsen, waren umgefallen oder hingen bedenklich schief. Ihr Holz war gesplittert und ihre Wurzeln ragten geisterhaft aus der Erde. Ab und an bewegten sie sich im Wind und knarrten dabei. Nun schien sich der Himmel auch das erste Mal seit Lara-Sophies Ankunft mit Wolken zu bedecken, denn vereinzelt liefen Schatten über die eingerissene Landschaft.</p>
<p>Dem Mädchen fröstelte es erneut. Dann merkte sie, wie sich ein dicker, schwerer Kloß in ihrem Hals bildete. &#8220;Müssen wir da jetzt runter?&#8221; Ihre Stimme zitterte, sie klang dünn, zerbrechlich, ja furchtsam.</p>
<p>Als sie es schaffte den Blick von dem Szenario vor sich abzuwenden und ihren Begleiter anzuschauen merkte sie, dass er ebenso erstarrt war sie sie. Es schien eine Ewigkeit zu dauern bis er antwortete: &#8220;Es wird uns nichts anderes übrig bleiben.&#8221;</p>
<p>Dann raffte er sich auf. Das Schläfrige Hüpfmeerschweinchen blickte sich schnell um, lief ein paar Meter in die eine, ein paar in die andere Richtung und blieb schließlich stehen. Es schaute noch einmal mit einem fachmännischen Blick hinab, dann meinte es: &#8220;Hier an dieser Stelle können wir problemlos hinunter gehen. Kommst du?&#8221;</p>
<p>&#8212;&#8211;</p>
<p>Ich habe geschaut und festgestellt dass dieser Teil fast schon fertig war. Ich hab mir dann die Zeit genommen, die ganze Geschichte noch ein Mal komplett durch zu lesen &#8211; was zum Einen relativ schnell ging und zum Anderen auch Spaß machte (ich schreibe anscheinend so, dass ich es selbst interessant zu lesen finde, bloß der erste Teil zog sich ein wenig) &#8211; und noch ein, zwei Absätze dran zu hängen, so dass der Part lang genug zum Posten ist.<br />
Dann mal schauen, wann ich die Zeit finde, einen weiteren Teil fertig zu stellen, ich hoffe in absehbarer Zeit!<br />
Ansonsten bedanke ich mich bei allen, die trotz meiner Abwesenheit immer wieder mal vorbeischauen! <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Zu Besuch bei Onkel Barock</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2013 23:27:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Wochen beschloss ich, dass es an der Zeit wäre, meine alten Verwandten wieder einmal zu besuchen. Ich tat dies eigentlich immer gerne, denn sie hatten stets Interessantes aus vergangenen Zeiten zu berichten und ich hörte ihnen immer schon &#8230; <a href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/03/09/zu-besuch-bei-onkel-barock/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=878&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen beschloss ich, dass es an der Zeit wäre, meine alten Verwandten wieder einmal zu besuchen. Ich tat dies eigentlich immer gerne, denn sie hatten stets Interessantes aus vergangenen Zeiten zu berichten und ich hörte ihnen immer schon fasziniert zu.</p>
<p>Heute wollte ich meinen alten Onkel, den Barock, besuchen.<span id="more-878"></span></p>
<p>Schon von weitem sah man sein Domizil, es lag auf einem Hügel, umgeben von liebevoll gepflegten Gärten. Überall sah man Bedienstete, die sich in akribischer Kleinstarbeit um jeden Winkel kümmerten. Hier und dort lustwandelten kunstvoll gekleidete Menschen durch den Park und unterhielten sich. Alles an ihnen schien formvollendet, ihre Körperhaltung, genauso wie ihre Wortwahl, ihre Gestik und ihre Mimik. Je näher wir an das Schloss meines Onkels kamen, desto mehr zog es meinen Blick auf sich. Es war zum einen ziemlich groß und ausladend, dann aber übersät mit liebevollen Details. Hier war etwas abgerundet, da saß noch ein kleines Türmchen, hier ein weiterer Bogen, dort eine kleine Gravur.</p>
<p>Ein Bediensteter öffnete die Tür in ausgesuchter Höflichkeit und führte mich über eine breite Treppe hinauf in ein prunkvolles Zimmer. Ich setzte mich an den großen, schweren Tisch, mir wurde Tee gebracht, dann schaute ich mich um. Denn obwohl ich natürlich nicht zum ersten Mal, bei meinem Onkel war, bat das Zimmer förmlich darum, intensiv begutachtet zu werden. Und egal wie oft man dem nachkam, ist man immer wieder erstaunt über die vor Prunk strotzende, aber perfekt aufeinander abgestimmte, in sich harmonische Komposition der Inneneinrichtung. Es hingen mehrere große, helle Kronleuchter von der Decke. In der Wand waren Nischen eingelassen, in denen goldenen Statuen standen, die reich verzierte Leuchter hielten. Alle Öffnungen waren abgerundet und mit goldenen Zierelementen versehen. Die Säulen zwischen den Fenstern und Türen schienen aus Marmor zu sein. Der obere Abschluss der Wand war mit aufwendigen, vergoldeten Stuckarbeiten versehen. Und die Decke selbst war ein gebogenes Gewölbe, das mit einer prachtvollen, bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Malerei versehen war.</p>
<p>Dann trat mein Onkel ein. Trotz seines hohen Alters wies er die gleiche Würde und dieselbe perfekte Haltung auf wie eh und je. Seine Kleidung war mindestens ebenso detailverliebt wie der Raum. Er trug eine kunstvolle Perücke, mit unendlich vielen, mühevoll übereinander geschichteten Locken. Unter dem goldenen, eng anliegenden Mantel lugten eine beige Weste und ein mit Rüschen verziertes weißes Hemd hervor. Die dunklen Hosen waren knielang und eng, darunter trug er helle Seidenstrumpfhosen und schwarze Schuhe mit Silberschnallen und Absatz.</p>
<p>Sein Auftreten war stets würdevoll und strahlte eine innere Größe eines Formates, das man so nur selten fand, aus.</p>
<p>Als er mich sah, lächelte er. Ich wurde herzlich und freudig begrüßt, jedoch vergaß er auch in solch privaten Momenten nie, seine Haltung zu bewahren. Es war erstaunlich.</p>
<p>Nachdem er sich gesetzt hatte, trank er auch ein paar Schlucke Tee und wir tauschten ein wenig Small Talk aus. Dann fragte ich ihn nach seiner Geschichte und er begann zu erzählen:</p>
<p>&#8220;Als die Blütezeit meiner Schwester, der Renaissace, vorüber war, sie hatte sich besonders im 15. und 16. Jahrhundert hervorgetan und schritt nun im Beginnenden 17. Jahrhundert immer mehr in den Hintergrund, konnte ich, der Barock, langsam meine Fühler ausstrecken und mich so Jahr für Jahr immer mehr hervortun. Nachdem meine liebe Schwester die Menschheit dazu angehalten hatte, sich dem Vergangenen zuzuwenden und ihre gesamte Kunst auf das Wesen vergangener Hochkulturen, wie dem alten Rom und dem alten Griechenland, zu konzentrieren, wollte ich, dass man aus diesem Muster entfliehe. Die geraden, strengen, auf alte Perfektion getrimmten Formen langweilten mich, ich wollte stattdessen einen frischen, einen prächtigen, verspielten, glamourösen Geist in die Menschen pflanzen, der eine neue Kraft und Bewegung mit sich bringt, der das Herz erhebt und den Heroismus fördert, der nur so von Detailverliebtheit und Pomp strahlt! Ich schaffte es, dass dieser Geist zunächst um das Jahr 1600 in Italien Wurzeln fasste und von dort anfing, sich über ganz Europa auszubreiten.</p>
<p>Besonders am Hofe konnte man dies wundervoll beobachten. Ich erinnere mich noch genau, als Ludwig der Vierzehnte begann, das alte Jagdschloss seines Vaters in Versaille Schritt für Schritt nach meinen Vorgaben umzubauen, das muss im Jahre 1661 gewesen sein. Es war eine wahre Wonne zu sehen, wie prächtig und prunkvoll das Gebäude wurde, es wurde schließlich über eine lange Zeit das Zentrum Frankreichs und der Sitz des Herrschers und Vorbild für unzählige andere Schlösser in ganz Europa. Ich war wirklich mehr als glücklich, dass man nun wirklich von den einfachen, geraden Formen der Renaissance weg war! Man konnte und kann aus einem Gebäude doch wahrlich mehr machen, als eine Zusammenwürfelung aus Kreisen, Dreiecken und Säulen, nicht wahr?</p>
<p>Das Leben auf diesem Schloss wurde bis zur Perfektion an meine Vorgaben angepasst, man trug prunkvolle, minutiös ausgearbeitete, mit Spitzen besetzte Kleidung &#8211; die Mode galt als Kunstform, weshalb man drei bis vier Stunden darauf verwandte, sich anzukleiden, wozu auch das Anlegen der Perücke, der Schminke und der Accessoires zählte, das Verhalten aller Anwesenden unterlag strenger Regeln &#8211; es gab Bücher, die die Aussprache und die Haltung eines Menschen reglementierten &#8211; und der gesamte Tagesablauf aller Personen am Hof war streng festgelegt.</p>
<p>Es verwunderte nicht, dass diese Perfektion in und am Schloss als Abbild göttlicher Herrlichkeit gesehen wurde. Auch der Garten um das Schloss wurde in perfektionistischer Kleinstarbeit gepflegt und in Ordnung gehalten. Die Planung zeugte von architektonischem Genie &#8211; sämtliche Wege waren auf das Schloss ausgerichtet, um dessen zentrale Bedeutung zu verdeutlichen &#8211; alles war gerade und ordentlich und symbolisierte, wie sehr der Mensch sich dazu in der Lage fühlte, die Schöpfung zu kontrollieren.</p>
<p>Doch leider deckte diese Perfektion, diese Schönheit, nur eine Seite meiner Blütezeit ab. Während sich die Reichen und Schönen auf dem Hof ihres Lebens erfreuten, waren die meisten Menschen arm, gezeichnet vom Leid und Elend des Dreißigjährigen Krieges und der Pest. Außerdem herrschte eine strenge Ständegesellschaft: wer arm geboren war, blieb auch arm. Wohl bemühten sich die Armen, das Leben der Reichen zu kopieren, doch war dies nur ein erbärmlicher Abklatsch des Pomps am Hofe. So verkam mein Gedanke von Vollkommenheit und Schönheit immer mehr zu einer Ablenkung von dem Leid und Elend.”</p>
<p>Ich sah, wie sich das Gesicht meines Onkels kaum merklich verfinsterte. Nichtsdestotrotz hakte ich hier ein: “Was hatte es denn auf sich mit diesem Dreißigjährigen Krieg?”</p>
<p>“Er begann im Jahre 1618 und dauerte dreißig Jahre, also bis 1648. Es ging zum einen darum, wer die Hegemonie, also die Vorherrschaft, in Europa und in Deutschland innehaben sollte. Es war aber auch ein Krieg zwischen den Konfessionen. Viele verloren ihr Leben, oft auf grausame Art und Weise. Wer arm war wurde noch ärmer, wer wenig hatte, bekam auch das noch abgenommen. Dazu starben viele, vor allen Dingen in Deutschland, an der Pest. Nicht selten waren die Straßen gepflastert von Leichen, die Hospitäler und die Pesthäuser waren überfüllt und überall nahmen Leid und Elend zu.</p>
<p>Wie sollte man dem begegnen? Was konnte man tun?</p>
<p>Es bildeten sich zwei Pole: Die einen folgten dem Pomp und dem Prunk immer ausgiebiger. Sie lenkten sich so von dem Leid und dem Elend ab und lebten nach dem Motto &#8220;Carpe Diem&#8221; &#8211; &#8220;Genieße den Tag&#8221;, oder wörtlich: &#8220;Pflücke den Tag&#8221;. Man wird so oder so irgendwann sterben, also wäre es das Beste, die Zeit bis dahin so intensiv wie möglich zu genießen. Doch einige Menschen fragten sich, ob es denn richtig sei, dem Leid der Menschen so zu begegnen und machten Aussprüche wie &#8220;Memento Mori&#8221; &#8211; &#8220;Gedenke des Todes&#8221; &#8211; oder &#8220;Vanitas&#8221; &#8211; &#8220;Nichtigkeit&#8221; oder &#8220;Eitelkeit&#8221; &#8211; zu ihren Motiven. Es wäre nichtig, sich seines Lebens zu freuen, da man sowieso sterben müsse. Das ewige Lachen im Angesicht des Krieges wäre gleichsam ein Verschließen vor den Tatsachen, vor dem wirklichen Leben. Es sei das beste, der Welt mit ihren schnöden Nichtigkeiten den Rücken zu kehren und als Einsiedler, fern der Gesellschaft und ihren Regeln, zu leben. Das pompöse Leben wurde von ihnen als hemmungslos, animalisch und unchristlich gesehen und oft bis ins komisch-groteske verballhornt. Man warf den Reichen vor, verschwenderisch zu leben, während die Armen verhungerten. Es wäre das beste, dieser Welt zu entsagen und dem nahenden Tode und der Nichtigkeit des menschlichen Wesens zu gedenken.</p>
<p>Unter anderem deshalb beschloss ich, mit meinem jüngsten Sohne, dem Rokoko, doch einmal eine andere Richtung einzuschlagen. Wir bemühten uns, das Hofleben wieder feinsinniger und galanter zu gestalten, weniger auf Inszenierung und mehr auf einen Rückzug ins Private zu setzen. Die Architektur wurde heiterer und leichter, Gärten wurde durch naturnahe Elemente wie Rasenflächen oder Blütensträucher aufgelockert. Diese Motivik  wurde zunächst in Frankreich umgesetzt, so um das Jahr 1730 herum, und breitete sich ebenfalls über Europa aus, was uns sehr freute. Wir dachten, nun eine Saite getroffen zu haben, die die Menschen zufrieden stellte.</p>
<p>Doch dem war nicht so. Mein jüngerer Bruder, der Klassizismus, merkte dies und fing an, seine Ideen &#8211; die übrigens der unserer Schwester, der Renaissance ziemlich ähnelten &#8211; den Menschen schmackhaft zu machen. So existierten wir mehrere Jahrzehnte nebeneinander, doch die Menschheit dürstete auf einmal wieder nach griechischen und römischen Schönheitsidealen, meine pompöse oder verspielte Art war ihnen mehr und mehr zuwider, so dass ich mich ab dem Jahre 1770 zur Ruhe begeben musste.&#8221;</p>
<p>Er machte eine Pause und sah mich an. Ich hatte die ganze Zeit über fasziniert zugehört. Er lächelte nun wieder. &#8220;Es ist schön, dass du mich besuchen gekommen bist.&#8221; Dann nahm er noch einen Schluck Tee und fragte mich, die Postmoderne, wie ich denn mit den Menschen da draußen zurechtkommen würde. Doch ich konnte nur abwinken: “Ich hab&#8217;s aufgegeben, denen was vorschreiben zu wollen. Die machen doch sowieso, was sie wollen.”<i></i></p>
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		<title>Das Beusch &#8211; Teil 10</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Mar 2013 10:02:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Teil 1 - &#8230; &#8211; Teil 5 &#8211; &#8230; - Teil 9 &#8211; Teil 10 &#8211; Teil 11 -  Teil 12 &#8220;Kommst du?&#8221;, fragte er dann. Dies riss Lara-Sophie aus ihren Träumereien. &#8220;Was? &#8230; Äh, ja&#8230;  ja!&#8221; Sie raffte sich auf und ging weiter, &#8230; <a href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/03/02/das-beusch-teil-10/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=854&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Das Beusch – Teil 1" href="http://sabschraika.wordpress.com/2012/12/23/das-beusch-teil-1/">Teil 1</a> - &#8230; &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 5" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/01/12/das-beusch-teil-5/">Teil 5</a> &#8211; &#8230; - <a title="Das Beusch – Teil 9" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/02/17/das-beusch-teil-9/">Teil 9</a> &#8211; Teil 10 &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 11" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/04/16/das-beusch-teil-11/">Teil 11</a> -  <a title="Das Beusch – Teil 12" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/04/29/das-beusch-teil-12/">Teil 12</a></p>
<p><span style="font-style:inherit;line-height:1.625;">&#8220;Kommst du?&#8221;, fragte er dann.</span></p>
<p>Dies riss Lara-Sophie aus ihren Träumereien. &#8220;Was? &#8230; Äh, ja&#8230;  ja!&#8221; Sie raffte sich auf und ging weiter, jedoch immer mit einem Blick auf das Meer aus Sonnenuntergangswölkchen.</p>
<p>&#8220;Du, sag mal&#8230;&#8221;, fragte sie zögerlich, &#8220;was ist das hier eigentlich?&#8221;<span id="more-854"></span></p>
<p>&#8220;Was meinst du?&#8221;</p>
<p>&#8220;Diese Wölkchen&#8230;&#8221;</p>
<p>Das Schläfrige Hüpfmeerschweinchen kicherte. &#8220;Wölkchen? Meinst du die Herde Wolliger Sonnenuntergangsschafe?&#8221;</p>
<p>Lara-Sophie riss die Augen auf. &#8220;Das sind Schafe?&#8221;</p>
<p>Sie schaute genauer hin, und tatsächlich, ab und an konnte man sehen, wie kleine Köpfchen, die übrigens jeweils ganz gelb, orange oder rot waren, immer wieder ganz kurz hervorschauten, nur um direkt wieder in der wollig-bunten Menge zu verschwinden.</p>
<p>&#8220;Wir haben Glück, dass sie genau hier weiden&#8221;, fuhr das Schläfrige Hüpfmeerschweinchen fort, &#8220;dann können wir nämlich den Schäfer fragen, ob er was von den Erdbeben mitbekommen hat.&#8221;</p>
<p>Lara-Sophie stutzte. Einen Schäfer hatte sie bisher noch nicht gesehen.  Sie schaute sich ein wenig um, bis ihr Blick an einem Baum direkt vor ihnen hängen blieb. An diesem lehnte tatsächlich ein kleines Wesen. Es konnte vor dem hellbraunen Holz leicht übersehen werden, da es selbst dezent bräunlich gefärbt war. Mit einer Hand hielt er einen Schäferstab und auf dem Kopf trug es einen Schlapphut.</p>
<p>Lara-Sophie musterte das Wesen noch ein wenig, dann meinte sie: &#8220;Das ist ja ein Zwockeliges Nichtsdestotrotz!&#8221;</p>
<p>Ihr Begleiter schüttelte den Kopf. &#8220;Nein, nicht ganz. Das ist ein Verwandter der Zwockeligen Nichtsdestotrotze, ein Gemütliches Ebendeswegen.&#8221;</p>
<p>Sie näherten sich dem Wesen, dass immer noch genauso unbeweglich und tiefenentspannt da stand, wie vor wenigen Augenblicken. Auch, als es die beiden erblickte, bewegte es sich kaum, es drehte nur kurz den Kopf und ließ seinen Blick auf ihnen ruhen.</p>
<p>Nun standen die beiden vor ihm. Lara-Sophie und das Meerschweinchen tauschten kurz einen Blick, dann fing das kleine Wesen an, zu reden. &#8220;Guten Tag, liebes Gemütliches Ebendeswegen&#8221;, sagte es, &#8220;heute ist ein wundervoller Tag, nicht wahr?&#8221;</p>
<p>&#8220;Oh ja&#8221;, es schaute versonnen über seine Herde, &#8220;ebendeswegen kann ich meine Sonnenuntergangsschafe hier schon den ganzen Tag weiden lassen. Genauso wie die letzten Tage auch schon.&#8221;</p>
<p>Das Meerschweinchen folgte seinem Blick. &#8220;Sie sehen sehr zufrieden aus.&#8221;</p>
<p>&#8220;In der Tat, das sind sie. Ebendeswegen haben sie in dieser Saison auch ein unvergleichlich wolliges und leuchtendes Fell.&#8221;</p>
<p>Lara-Sophies Begleiter nickte erneut. &#8220;Das freut mich. Aber, wir beiden wollten uns gerne noch über etwas gänzlich anderes erkundigen. Bei uns im Oschatz hat es nämlich die letzte Zeit heftige Erdbeben gegeben. Hast du auf deinen Wanderungen eventuell etwas davon mitbekommen?&#8221;</p>
<p>Das Wesen kniff die Augen zu einem schmalen Spalt zusammen und schaute in die Ferne, und das minutenlang. Jedenfalls kam es Lara-Sophie so vor. Schließlich meinte es: &#8220;Erdbeben, sagt ihr. Ja, ich entsinne mich. Ebendeswegen musste ich letztens einen gewaltigen Umweg gehen. Vor einigen Wochen bemerkte ich nämlich auch ein nicht zu unterschätzendes Ruckeln und nur wenige Tage danach kam ich an einer Ebene vorbei, die komplett verwüstet war. Der Boden war aufgerissen und teilweise eingestürzt, überall klafften gewaltige Löcher. Normalerweise hätte ich meine Schafe dort geweidet, doch das war zu riskant. Ebendeswegen musste ich einen anderen Weg finden und direkt zur nächsten Ebene wandern.&#8221; Es schaute die beiden an.</p>
<p>&#8220;Vielen Dank, liebes Gemütliches Ebendeswegen. Du hast uns schon sehr geholfen! Kannst du uns nun noch sagen, wo sich diese Ebene befindet?&#8221;</p>
<p>Wieder kniff es die Augen leicht zusammen und ließ seinen Blick erst über seine Herde, dann über den Horizont schweifen. &#8220;Ja, das kann ich.&#8221; Es hob seinen Arm und deutete mit seinem Stab in eine Richtung. &#8220;Wenn ihr genau in diese Richtung lauft, werdet ihr sicherlich in einem Tag dort ankommen.&#8221; Das Schläfrige Hüpfmeerschweinchen wollte sich schon bedanken und weiter gehen, aber das Gemütliche Ebendeswegen fügte noch einen Satz hinzu. &#8220;Vielleicht wäre es besser, ihr beide würdet erst morgen weiter gehen. Es wird in wenigen Stunden dunkel und bis zur Ebene werdet ihr keine Möglichkeit mehr finden, irgendwo unter zu kommen. Ebendeswegen sollt ihr heute meine Gäste sein.&#8221; Damit zeigte es mit seinem Stab erneut in eine Richtung. Dort stand ein kleiner, hölzerner Wagen, der wohl sein zu Hause darstellte.</p>
<p>Nur etwas später saßen die drei um ein wohliges Lagerfeuer, schauten der Sonne beim Untergehen zu und aßen derweil diverse Kekse und ein paar Fluffelknuffel. Die Wärme des Feuers verbunden mit dem annehmen Leuchten der Sonnenuntergangsschafe und des echten Sonnenuntergangs kreierte eine angenehm entspannte Atmosphäre. Dazu vernahm man kaum ein Geräusch, außer einem leisen Blöken ab und an und dem zarten Rauschen der Blätter und Gräser in dem kaum wahrnehmbaren Wind. So kam es, dass die drei so gut wie kein Wort wechselten und sehr schnell sehr schläfrig wurden. Schließlich verabschiedete sich das Gemütliche Ebendeswegen und verschwand in seinem Wagen und auch die kleine Lara-Sophie und ihr Gefährte rollten sich mit einem Gefühl tiefster Wohligkeit zusammen und entschwanden augenblicklich im Land der Träume.</p>
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		<title>2013-02-22_Tag-des-Selbstportraits</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2013 19:06:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andraika90</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt ist es raus! Andraika schreibt ihre Geschichten gar nicht selbst. Wie man auf diesem Bild sehen kann, trifft sie sich in ominösen Spelunken mit einer ebenso ominösen Unbekannten, die ihre Geschichten zu Papier bringt. Mysteriös. Wir werden das Ganze &#8230; <a href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/02/22/2013-02-22_tag-des-selbstportraits/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=850&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist es raus!<br />
Andraika schreibt ihre Geschichten gar nicht selbst.<br />
Wie man auf diesem Bild sehen kann, trifft sie sich in ominösen Spelunken mit einer ebenso ominösen Unbekannten, die ihre Geschichten zu Papier bringt. Mysteriös. Wir werden das Ganze weiter im Auge behalten&#8230;</p>
<p><a href="http://sabschraika.files.wordpress.com/2013/02/2013-02-22_andraikasab.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-851" alt="2013-02-22_Andraika&amp;Sab" src="http://sabschraika.files.wordpress.com/2013/02/2013-02-22_andraikasab.jpg?w=584&#038;h=359" width="584" height="359" /></a></p>
<p>[ein Beitrag zum "<a href="http://www.fonflatter.de/2013/02/22/2713-zu-spat/">Tag des Selbstportraits</a>" by "<a href="http://www.fonflatter.de/">fonflatter</a>"]</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sabschraika.wordpress.com/850/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sabschraika.wordpress.com/850/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=850&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Beusch &#8211; Teil 9</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Feb 2013 17:16:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Teil 1 &#8211; &#8230; &#8211; Teil 5- &#8230; &#8211; Teil 8 &#8211; Teil 9 &#8211; Teil 10 -  Teil 11 Als sie alle vor ihr zu stehen kamen, nickten die Würdenträger dem Schweinchen mit der Krawatte zu und dieses räusperte sich. &#8220;Also&#8221;, &#8230; <a href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/02/17/das-beusch-teil-9/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=830&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Das Beusch – Teil 1" href="http://sabschraika.wordpress.com/2012/12/23/das-beusch-teil-1/">Teil 1</a> &#8211; &#8230; &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 5" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/01/12/das-beusch-teil-5/">Teil 5</a>- &#8230; &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 8" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/02/12/das-beusch-teil-8/">Teil 8</a> &#8211; Teil 9 &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 10" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/03/02/das-beusch-teil-10/">Teil 10</a> -  <a title="Das Beusch – Teil 11" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/04/16/das-beusch-teil-11/">Teil 11</a></p>
<p>Als sie alle vor ihr zu stehen kamen, nickten die Würdenträger dem Schweinchen mit der Krawatte zu und dieses räusperte sich. &#8220;Also&#8221;, fing es an, &#8220;bei der Beratung des Rates kam folgendes heraus: Er ist der Meinung, dass sich der Grund für die Erdbeben außerhalb der Stadt finden lassen wird. Denn, wenn er sich hier in der Stadt befinden würde, hätte man ihn sicher schon gefunden. Also wäre es wohl das beste, du würdest <span id="more-830"></span>dich einmal aufmachen und in der Gegend umschauen.&#8221;</p>
<p>Lara-Sophie nickte kurz, dann, als sie den Sinn der Worte verinnerlicht hatte, riss sie erschrocken die Augen auf. &#8220;Ich soll mich hier ganz alleine in die weite Welt aufmachen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nein, nein&#8221;, antwortete das Meerschweinchen und es schüttelte dabei heftig den Kopf. &#8220;Es wurde beschlossen, dass dich jemand begleiten soll, der sich ein wenig in der Gegend auskennt und den du verstehen kannst. Also, um es kurz zu machen: ich komme mit dir.&#8221;</p>
<p>&#8220;Und&#8221;, setzte Lara-Sophie zögerlich an, &#8220;hat man sich auch überlegt, was das sein könnte, wonach wir suchen sollen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nein, natürlich nicht&#8221;, antwortete das Schläfrige Hüpfmeerschweinchen erstaunt, &#8220;dafür werden wir ja raus geschickt. Ich meine, wenn wir schon wüssten, was uns erwartet, müssten wir ja erst gar nicht losziehen. Dann könnte man das Problem auch von hier aus lösen, meinst du nicht auch?&#8221;</p>
<p>Lara-Sophie nickte. Das Wesen hatte nicht unrecht. &#8220;Und, wann ziehen wir los?&#8221;</p>
<p>&#8220;Der Rat möchte, dass wir so bald wie möglich gehen. Also, ich packe mir noch schnell ein paar Sachen, dann können wir schon aufbrechen.&#8221;</p>
<p>&#8212;&#8211;</p>
<p>Nur etwa eine halbe Stunde später standen Lara-Sophie und das Schläfrige Hüpfmeerschweinchen mit der Krawatte vor der Stadt. Sie blickten in die Augen von tausenden hoffnungs- und erwartungsvollen Wesen. Es schien als hätte sich wirklich jeder aufgemacht, um diesen Moment mit seinen eigenen Augen beobachten zu können, vom Jungtier bis hin zum Greis. Die Menge war in heller Aufregung, die Schläfrigen Hüpfmeerschweinchen fiepten und gurrten immerzu, die Gelbgelben Blütenwusel liefen ununterbrochen hektisch im Kreis und auch die Zwockeligen Nichtsdestotrotze waren sehr nervös und traten stets von einem Fuß auf den anderen. Lara-Sophie fühlte sich sehr wichtig und sehr gebraucht, hatte aber auch unendlich viel Angst, zu versagen. Sie winkte den Bewohnern der sächsischen Stadt noch ein paar Mal zu, dann endlich drehten sie und ihr Begleiter sich um, um loszuwandern.</p>
<p>Wie bei ihrer Ankunft leuchtete der Himmel in strahlenden pastellenen Blau- und Violetttönen. Die Luft war klar und angenehm. Es lag auch ein dezenter Geruch von Keksen und Fluffelknuffeln in ihr, der wohl aus dem Rucksack des Hüpfmeerschweinchens neben ihr strömte. Die Wiese, auf der sie liefen, leuchtete hauptsächlich in einem hellgelblichen grün, es lagen aber auch alle anderen Farben dezent schillernd in ihr. Lara-Sophie hatte zunächst Angst gehabt, ihren Begleiter auf dem Untergrund nicht mehr ausmachen zu können, doch glücklicherweise schillerte er zum einen etwas kräftiger als die Wiese, und zum anderen schien er auch eher ins Blaue zu gehen. Immer wieder standen vereinzelte Funkelbäume herum, deren Stamm dasselbe helle Braun aufwies, das Lara-Sophie schon an den Häuschen in Oschatz gesehen hatte. Die Krone wies hauptsächlich einen Grünton auf, der etwas dunkler war als der der Wiese. Und trotzdem alles so hell schien und funkelte hatte Lara-Sophie nicht das Gefühl, dass das alles zu hell für ihre Augen wäre. Sie empfand die Gegend hier im Gegenteil als sehr schön und beobachtete sie gerne. Überhaupt hatte sie gerade eine sehr gute Laune und blickte zuversichtlich in die Zukunft.</p>
<p>Die beiden waren schon eine Weile gewandert, als Lara-Sophie plötzlich eine Frage kam: &#8220;Du&#8221;, fing sie an, &#8220;woher wissen wir eigentlich, ob wir in die richtige Richtung laufen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ganz einfach&#8221;, antwortete das Hüpfmeerschweinchen, &#8220;der Rat hat beschlossen, dass wir in diese Richtung gehen sollen.&#8221;</p>
<p>Lara-Sophie runzelte die Stirn. Diese Antwort stellte sie nicht zufrieden. &#8220;Und woher weiß der Rat, dass dies der richtige Weg ist?&#8221;, hakte sie nach.</p>
<p>&#8220;Nun ja, weil sie sich den Verlauf der letzten Beben angeschaut haben. Wenn man sie nach der Zeit ihres Auftretens mit einer Linie verbindet, so verläuft diese genau in diese Richtung.&#8221;</p>
<p>&#8220;Das ist aber schlau!&#8221;, rief Lara-Sophie aus. &#8220;Dann muss ich mir ja gar keine Sorgen machen.&#8221;</p>
<p>Und so gingen sie wieder eine Zeitlang still nebeneinander her, ohne auf irgendwelche Besonderheiten zu stoßen. Lara-Sophie wurde schon langsam ein wenig ungeduldig. &#8220;Sag mal&#8221;, fragte sie ihren Begleiter, &#8220;ist es noch weit?&#8221;</p>
<p>&#8220;Weiß ich nicht.&#8221;</p>
<p>&#8220;Wieso denn nicht?&#8221;</p>
<p>Er seufzte. &#8220;Weil wir nicht wissen, was wir suchen und wann wir darauf stoßen werden. Vielleicht dauert die ganze Aktion auch mehr als einen Tag.&#8221;</p>
<p>&#8220;Mehr als einen Tag?&#8221; Lara-Sophie schwieg nun. Sie musste jetzt erst mal darüber nachdenken, dass sie möglicherweise nicht heute schon fertig werden würden. Damit hatte sie gar nicht gerechnet! Allerdings waren die beiden nun schon eine Weile unterwegs und hatten noch nichts hilfreiches gesichtet. Die kleine Lara-Sophie seufzte. Und es schien auch schon zu dämmern, denn der Horizont leuchtete immer mehr in den schönsten Rot-, Orange- und Gelbtönen. Auch ein wenig Violett mischte sich in das Farbenspiel. Lara-Sophie fing an, diesen Sonnenuntergang anzuschauen. Und je mehr sie schaute, desto weniger grübelte sie und schließlich beobachtete sie ihn ganz verträumt. Dann stutze sie.</p>
<p>Bei genauerem Hinsehen merkte sie, dass da etwas fehlte. Der Himmel wies zwar alle Farben und Farbübergänge eines Sonnenuntergangs auf, bloß konnte man keine Sonne sehen. Lara-Sophie meinte sich auch zu erinnern, dass die sich schon die ganze Zeit eher links hinter ihr befunden hatte. Sie schaute kurz über ihre Schulter. Jawohl, die Sonne war da, wo sie sie in Erinnerung hatte. Und sie war auch noch lange nicht am Horizont angekommen, es war noch eher Nachmittag als Abend. Lara-Sophie schüttelte kurz den Kopf. Hatte sie sich etwa geirrt? Sie blickte wieder gerade aus. Nein, der der Horizont vor ihr schien tatsächlich in einem weichen, hellen Gelb, das langsam mit einem warmen Rot verschmolz und schließlich in einem leichten Violett ausblasste, bevor es mit den Himmelsfarben verschmolz. Und außerdem bewegte sich das Farbenspiel . Ja, die Farben waberten am Horizont rhythmisch auf und ab.</p>
<p>Lara-Sophie verwirrte das alles. Sie schaute kurz auf ihren kleinen Begleiter, der das sicher auch bemerkt haben musste. Er wirkte jedoch keinesfalls beunruhigt oder verwundert, sondern ging ganz entspannt seines Weges. Nun, dann beschloss Lara-Sophie sich auch nicht zu sorgen. Vielleicht war es hier üblich, dass die Sonnenuntergänge hier nachmittags und unabhängig von der Sonne auftraten, das konnte sie ja nicht wissen.</p>
<p>Die beiden waren erst einen kleinen Hügel hinab gelaufen. Und jetzt mussten sie wieder eine leichte Steigung hinauf. Auf der Kuppe angekommen blieb Lara-Sophie abrupt stehen. Was sie da sah, verschlug ihr die Sprache. Sie sah eine riesige Ebene voller weicher, flauschiger Wölkchen, die in den schönsten Sonnenuntergangsfarben schienen und sich in stetiger Bewegung befanden. Die Wölkchen flossen ohne ein festes Muster aneinander vorbei, drehten sich umeinander, schwebten in weichen Bewegungen über die Ebene und leuchteten dabei in den herrlichsten Orange- und Rottönen. Lara-Sophie wusste gar nicht, was sie mehr beeindruckte: Wie unendlich weich und fluffig diese Wölkchen aussahen, in welch warmen, satten Farben sie schienen, oder wie anmutig und perfekt, beinahe hypnotisierend, ihre Bewegungen wirkten.</p>
<p>Lara-Sophies Begleiter schien dem Ganzen eine weitaus geringere Bedeutung beizumessen. Er war einfach weiter gelaufen und als er merkte, dass das Mädchen stehen geblieben war, drehte er sich um und seufzte.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sabschraika.wordpress.com/830/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sabschraika.wordpress.com/830/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=830&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Beusch &#8211; Teil 8</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2013 15:16:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Teil 1 &#8211; &#8230; &#8211; Teil 5 &#8211; &#8230; &#8211; Teil 7 &#8211; Teil 8 &#8211; Teil 9 - Teil 10 - ... - Teil 12 Der Regenbogen&#8230; Lara-Sophie hielt abrupt an. Sollte der Regenbogen nicht direkt hinter dem Ortsschild beginnen? Dort war sie &#8230; <a href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/02/12/das-beusch-teil-8/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=819&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Das Beusch – Teil 1" href="http://sabschraika.wordpress.com/2012/12/23/das-beusch-teil-1/">Teil 1</a> &#8211; &#8230; &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 5" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/01/12/das-beusch-teil-5/">Teil 5</a> &#8211; &#8230; &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 7" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/02/06/das-beusch-teil-7/">Teil 7</a> &#8211; Teil 8 &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 9" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/02/17/das-beusch-teil-9/">Teil 9</a> - <a title="Das Beusch – Teil 10" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/03/02/das-beusch-teil-10/">Teil 10</a> - <a title="Das Beusch – Teil 11" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/04/16/das-beusch-teil-11/">.</a>.. - <a title="Das Beusch – Teil 12" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/04/29/das-beusch-teil-12/">Teil 12</a></p>
<p>Der Regenbogen&#8230;</p>
<p>Lara-Sophie hielt abrupt an. Sollte der Regenbogen nicht direkt hinter dem Ortsschild beginnen? Dort war sie schließlich auch bei ihrer Ankunft gelandet! Sie schaute sich um. Ja, sie befand sich in jedem Fall in der richtigen Straße und am richtigen Ortsschild. Aber der Regenbogen war weg!<span id="more-819"></span></p>
<p>Sie lief wieder los, aus der Stadt hinaus, schaute dabei aufgeregt in alle Richtungen, lief mal nach links, dann wieder mehr nach rechts. Doch nirgends war auch nur die Spur eines Funkelregenbogens.</p>
<p>Tausend Gedanken kamen ihr in den Sinn. War sie nun hier gefangen? Gab es keine Chance mehr, nach Hause zu gelangen? Was würden ihre Eltern sagen, wenn sie einfach weg wäre und nicht wieder kommen sollte? Tränen schossen der kleinen Lara-Sophie in die Augen. Sie gab die Suche auf, kniete sich nieder, senkte den Kopf und begann zu Schluchzen.</p>
<p>Unbemerkt hatten sich ihr Begleiter und der Rat von Oschatz von hinten genähert. Sie wollten ihr zuerst etwas zurufen, doch das Schläfrige Hüpfmeerschweinchen mit der Krawatte  hielt sie zurück. Die Wesen  blieben in einiger Entfernung stehen und sahen sich hilflos an. Dann trippelte ihr Freund ein paar Schritte auf Lara-Sophie zu, hockte sich neben sie, schaute zu ihr hoch und wartete.</p>
<p>Lara-Sophie schluchzte noch ein bisschen, bis sie das Hüpfmeerschweinchen bemerkte. Sie schaute es nun direkt an. Nach einem weiteren Schluchzer wischte sie sich mit einer Hand die Tränen aus dem Gesicht und nickte schließlich.</p>
<p>&#8220;In Ordnung, ich helfe euch.&#8221;</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Das Meerschweinchen an ihrer Seite riss erstaunt die Augen auf und der Rat konnte ein freudiges, kollektives Pfeifen nicht verhindern.</p>
<p>&#8220;Wie&#8230; du hilfst uns?&#8221;</p>
<p>Sie nickte.</p>
<p>&#8220;Ja, aber&#8230; Wieso auf ein Mal? Du musstest doch so unbedingt nach Hause?&#8221;</p>
<p>Lara-Sophie zuckte hilflos mit den Achseln. &#8220;Das hat sich erledigt.&#8221;</p>
<p>Das Meerschweinchen sah sie noch eine Zeit lang fragend an, doch sie sagte nichts mehr dazu, sie schaute nur stumm gerade aus und  wirkte dabei wie abwesend. Schließlich raffte sie sich auf. &#8220;Also, was soll ich tun?&#8221;</p>
<p>Der Rat quiekte und zirpte ganz aufgeregt. Die Wesen raunten sich ein paar unverständliche Dinge zu, dann verschwanden sie zurück nach Oschatz und ließen Lara-Sophie einfach zurück. Dieses Verhalten machte das Mädchen leicht fassungslos.</p>
<p>Ihr kleiner Begleiter seufzte einmal. &#8220;Der Rat muss sich erst im Rathaus beraten. Vorher werden sie dir nichts sagen können. Es heißt also warten.&#8221; Er stand auf. &#8220;Komm, wir gehen wieder in die Stadt, bis sie fertig sind.&#8221;</p>
<p>Lara-Sophie nickte langsam. Das Hüpfmeerschweinchen ging voran und sie folgte ihm. Und überlegte, wieso sie nun beschlossen hat, den Wesen doch zu helfen. Hatte sie überhaupt eine Chance herauszufinden, wo die Beben herkämen? Selbst wenn es so wäre, würde sie sicher nichts dagegen unternehmen können. Und außerdem wäre es doch weitaus vernünftiger, einen Weg zu finden, der sie wieder nach Hause bringt. Überhaupt, sollte sie den Meerschweinchen nicht besser ihre Situation erklären? Vielleicht würden sie ihr sogar helfen können. Eventuell wüssten sie sogar, wie man diesen Regenbogen wieder her holen kann. Oder ob es noch einen anderen Weg für sie gebe.</p>
<p>Weil sie so tief in ihre Gedanken vertieft war, fiel der kleinen Lara-Sophie erst nach und nach auf, wie die kleinen Wesen in der Stadt sie mit einem ehrfürchtig-respektvollen Blick anschauten. Viele verneigten sich leicht, um ihr ihre Ehrerbietung zu zeigen, andere pfiffen ihr freudig zu. Sie galt hier in der Stadt wohl wirklich schon als Held. Die Nachricht, dass sie ihnen bei ihrem großen Problem helfen wollte, hatte sich sicherlich in Nullkommanichts verbreitet. Und nun schaute die ganze Stadt vertrauensvoll zu ihr auf. Lara-Sophie hatte auf ein Mal ein ganz schlechtes Gewissen, weil sie eben noch einfach so abhauen wollte. Sie senkte beschämt den Blick.</p>
<p>Das Meerschweinchen hielt vor dem Rathaus und hockte sich hin. &#8220;So, dann bin ich mal gespannt, wie lange die brauchen werden&#8230;</p>
<p>Lara-Sophie folgte seinem Beispiel.</p>
<p>Und so saßen sie da und schauten auf das Rathaus.</p>
<p>Das Mädchen überlegte gerade, ob sie ihren Freund doch fragen sollte, wie man den Funkelregenbogen wieder herbeiholen könnte. Aber da kam schon ein Mitglied des Rates ganz aufgeregt aus dem Rathaus gelaufen. Es schaute sich kurz um und als es die beiden da hocken sah, kam es schnell auf sie zugewackelt und fing an, etwas zu erzählen. Lara-Sophie konnte das aber beim besten Willen nicht verstehen. Die Stimme des kleinen Wesens überschlug sich fast. Aber ihr kleiner Begleiter nickte immerzu brav und meinte schließlich, zu Lara-Sophie gewandt: &#8220;Du wartest am besten hier, bis ich wieder da bin.<i> </i>Ich soll kurz mit ins Rathaus kommen, dann kann ich dir gleich erzählen, was der Rat beschlossen hat.&#8221;</p>
<p>Lara-Sophie nickte, ihr blieb ja nichts anderes übrig. Dann war ihr Begleiter auch schon verschwunden.</p>
<p>Das Mädchen nutzte die Zeit, um sich ein wenig umzusehen. Sie saß vor dem Rathaus und direkt neben der Kirche auf einem kleinen Vorplatz. Der größere Platz mit dem Wahrzeichen müsste sich auf der anderen Seite des Rathauses befinden. Wenn sie hinter sich blickte, konnte sie fast gerade bis zum Rand der Stadt schauen. Und rechts von ihr standen auf der anderen Straßenseite mehrere Häuschen eng aneinandergereiht.</p>
<p>Sie schaute sich die Gebäude etwas genauer an. Lara-Sophie gefielen die hellen, freundlichen Farben der Häuschen. Sie waren allesamt in Weiß und in hellen Brauntönen gehalten und mit ganz hellroten Dächlein versehen. Die unteren Etagen des Rathauses zum Beispiel waren ganz weiß verputzt, bei den oberen konnte man wie bei einem Fachwerkhaus helle Holzbalken sehen. Lara-Sophie gefiel besonders die Kontur der Wand, die an den Dachrand grenzte. Sie war abgestuft und dabei spielerisch in mehreren Wellen gebogen und mit kleinen Spitzen versehen. Würde sie sich mit Begriffen aus der Architektur auskennen, wüsste sie, dass sie gerade einen Volutengiebel bewunderte. Dass sie es nicht wusste, hielt sie aber nicht im Geringsten davon ab, es ganz, ganz toll zu finden. Außerdem hatte das Rathaus auch noch ein hübsches, dazu passendes Türmchen mit einer Uhr.</p>
<p>Die kleine Kirche links von der kleinen Lara-Sophie passte genauso gut in das Dorfbild. Sie war auch in hellen, unaufdringlichen Farben gehalten. Von da aus, wo das Mädchen saß, konnte sie die zwei großen, spitzen Türmchen genauso gut sehen, wie die hohen, in einem spitzen Bogen zusammenlaufenden Fenster an den Seiten des Gebäudes. Und das hellrote Dach, dass die Kirche bedeckte.</p>
<p>Gerade wollte sie sich umdrehen und sich die restlichen Gebäude noch etwas näher anschauen, als ihr kleiner Freund, gefolgt von dem Bürgermeister und dem Rat, das Rathaus verließ und auf sie zugewackelt kam.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sabschraika.wordpress.com/819/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sabschraika.wordpress.com/819/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=819&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Beusch &#8211; Teil 7</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2013 20:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andraika90</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 1 &#8211; &#8230; &#8211; Teil 5 &#8211; Teil 6 &#8211; Teil 7 &#8211; Teil 8 -  &#8230; &#8211; Teil 10 - &#8230; - Teil 12 Als sie wieder hervor geklettert kam, jubelten die Einwohner von Oschatz Lara-Sophie freudig zu. Sie lächelte und winkte &#8230; <a href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/02/06/das-beusch-teil-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=804&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Das Beusch – Teil 1" href="http://sabschraika.wordpress.com/2012/12/23/das-beusch-teil-1/">Teil 1</a> &#8211; &#8230; &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 5" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/01/12/das-beusch-teil-5/">Teil 5</a> &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 6" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/01/25/das-beusch-teil-6/">Teil 6</a> &#8211; Teil 7 &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 8" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/02/12/das-beusch-teil-8/">Teil 8</a> -  &#8230; &#8211; <a title="Das Beusch – Teil 10" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/03/02/das-beusch-teil-10/">Teil 10</a> - &#8230; - <a title="Das Beusch – Teil 12" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/04/29/das-beusch-teil-12/">Teil 12</a><a title="Das Beusch – Teil 9" href="http://sabschraika.wordpress.com/2013/02/17/das-beusch-teil-9/"><br />
</a></p>
<p>Als sie wieder hervor geklettert kam, jubelten die Einwohner von Oschatz Lara-Sophie freudig zu. Sie lächelte und winkte dabei. Sie konnte beobachten, wie sich Schläfrige Hüpfmeerschweinchen in weißen Kitteln dem verletzten Wesen annahmen und es von hier fort brachten.</p>
<p>Dann fing die versammelte Menge an, sich nach und nach aufzulösen. Die ersten gingen <span id="more-804"></span>nach Hause, ein paar Wesen begannen schon mit den Aufräumarbeiten, andere standen in kleinen Grüppchen zusammen und unterhielten sich. Einige sahen dabei ziemlich seriös und wichtig aus, andere tratschten wohl nur.</p>
<p>Lara-Sophie war überrascht, dass sich die erste Aufregung anscheinend so schnell gelegt hatte.</p>
<p>&#8220;Passiert hier sowas öfter?&#8221;, fragte sie deshalb ihren Freund, der zum Glück auf sie gewartet hatte.</p>
<p>Dieser seufzte einmal. &#8220;In der letzten Zeit bebt es tatsächlich immer häufiger. Und die Beben werden immer heftiger, denn es stürzen immer mehr Häuser ein. Aber was uns besonders beunruhigt ist&#8230;&#8221;, es schaute sorgenvoll zur Stadtmitte, &#8220;&#8230;dass das Beben mit jedem Mal näher an unser Rathaus kommt. Es wäre fatal, wenn ihm etwas passieren würde!&#8221; Es schüttelte sich. &#8220;Gar nicht auszudenken&#8230; Und niemand weiß, woher diese Beben kommen und wieso dabei unsere Gebäude einstürzen oder solche tiefen Löcher entstehen!&#8221;</p>
<p>Lara-Sophie nickte bedächtig und grübelte ein wenig, sie konnte aber auch nichts dazu sagen. Gerade überlegte sie, wieso denn das Einstürzen des Rathauses so sehr fatal wäre und sie wollte diese Frage gerade stellen, als auf einmal ganz viele aufgeregte Schläfrige Hüpfmeerschweinchen und auch ein paar Zwockelige Nichtsdestotrotze auf Lara-Sophie zugewackelt kamen. Sie sahen allesamt ziemlich wichtig aus, fand Lara-Sophie. Denn sie trugen ziemlich aufwändige und prunkvolle Kleidung aus bunt gemusterten Stoffen. Außerdem hielten sie ihre Schnäuzchen immer leicht nach oben, wie es wichtige Personen nunmal tun.</p>
<p>&#8220;Mädl!&#8221;, rief das Wesen, das ganz vorne lief. Es trug einen großen Zylinder, eine ausladende, rot, blau und gold gemusterte Schärpe, sowie weiße Gamaschen über den Pfötchen.</p>
<p>&#8220;Das ist ja unser Bürgermeister!&#8221;, rief Lara-Sophies Begleiter erstaunt aus. &#8220;Und der ganze Rat von Oschatz!&#8221; Er pfiff anerkennend. &#8220;Sie müssen etwas ziemlich wichtiges von dir wollen&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Mädl&#8221;, rief er erneut. Jetzt stand er direkt vor ihr, &#8220;du bisn Held!&#8221; Seine Augen glänzten ein wenig, als er dies sagte, und der Rat hinter ihm murmelte beifällig.</p>
<p>&#8220;Danke Herr Bürgermeister&#8230;&#8221; Lara-Sophie lächelte und machte einen leichten Knicks.</p>
<p>&#8220;So ham wa beschlossn, dass du ma schaust, woher de Bebn kommn!&#8221; Er strahlte triumphierend.</p>
<p>Lara-Sophie war sich nicht sicher, ob sie das Hüpfmeerschweinchen richtig verstanden hatte. Sie fragte deshalb noch einmal nach: &#8221;Ich soll heraus finden, wo die diese Erdbeben herkommen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Jowoll!&#8221;</p>
<p>Jetzt sah sie doch ein wenig überrascht aus. &#8220;Also&#8230;&#8221;, fing sie an, &#8220;ich weiß ja nicht&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Ach, papperlapapp! Mir ham g&#8217;sehn, dass du muddisch und stark biß. Und helle! Mir vertraun dir völlisch!&#8221;</p>
<p>&#8220;Aber&#8230; ich&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Guggemadu&#8221;, meinte ein anderes Meerschweinchen aus dem Rat, &#8220;da isse ganz gwörlsch, se friemelt so an ihren Flossn und schaut ganz gähäßich drai!&#8221;</p>
<p>In der Tat hatte das Angebot Lara-Sophie ein wenig durcheinander gebracht. Wie stellen die sich das vor? Sie hatte doch gar keine Ahnung von Erdbeben! Woher sollte sie denn wissen, woher die kamen? Sie schaute unruhig umher und spielte nervös mit ihren Fingerchen.</p>
<p>&#8220;Aber&#8230; ich muss doch nach Hause!&#8221;, fiel ihr triumphierend ein. In der Tat hätte sie ja schon längst im Bett liegen müssen. Eigentlich wusste sie auch gar nicht, wie lange sie schon hier war. Vielleicht hatte ja auch bereits der nächste Morgen angefangen und ihre Eltern suchten schon nach ihr. Je mehr sie darüber nachdachte, desto sicherer war sie, dass sie jetzt unbedingt heim musste!</p>
<p>&#8220;Wie, du musst nach Hause?&#8221; Ihr kleiner Freund sah sie fragend an, der Bürgermeister und der gesamte Rat von Oschatz schienen sehr schockiert. Sie rissen erstaunt die Äugelchen und die Schnäuzchen auf. Einem fiel sogar der Monokel herunter.</p>
<p>&#8220;Aber, mir brauchn disch!&#8221;</p>
<p>Doch die kleine Lara-Sophie schüttelte den Kopf. &#8220;Tut mir leid, aber meine Eltern suchen mich sicher. Sie wissen gar nicht, dass ich fort bin!&#8221;</p>
<p>Die Hüpfmeerschweinchen sahen sich erschrocken an und wollten noch etwas entgegnen, aber Lara-Sophie war nun vollständig darauf fokussiert, jetzt unbedingt nach Hause zu müssen. Sie verabschiedete sich nur noch schnell bei allen Anwesenden und lief dann Richtung Ortsausgang.</p>
<p>Die Meerschweinchen riefen ihr noch etwas hinterher, aber sie ließ sich nicht beirren. Lara-Sophie sagte sich immer wieder, dass sie ja erst mal auf ihre Eltern hören muss. Und die würden sicher wollen, dass sie jetzt schläft. Gleichzeitig hatte sie auch ein wenig Angst, dass sie ihre Abwesenheit bemerkt hätten und sie deswegen Ärger bekommen würde. Ja, Lara-Sophie war sich immer sicherer, dass sie hier das Richtige tat!</p>
<p>Schon sah sie am Ende der Straße das Ortsschild, vor dem sie am Anfang gestanden hatte. Ihr Schritt beschleunigte sich. Jetzt müsste sie nur über den Regenbogen laufen, dann wäre sie schon wieder zu Hause!</p>
<p>&#8212;&#8212;</p>
<p>Diesmal wollte ich es nicht versäumen, dem fetzigen Bastian von <a href="http://www.fonflatter.de/">fonflatter </a>zu danken, dass er maßgeblich zu der<a href="http://www.fonflatter.de/2012/12/20/2649-tellerchen/"> Idee </a>zu diesem Werk beigetragen hat! Und so <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Und natürlich bei allen anderen, die sie lesen und ihre Gedanken beitragen, so dass ich sie nicht schon vor drei Teilen beenden musste und eine Handlung folgen lassen konnte. Danke! Und bitte macht weiter so! <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sabschraika.wordpress.com/804/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sabschraika.wordpress.com/804/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sabschraika.wordpress.com&#038;blog=40382591&#038;post=804&#038;subd=sabschraika&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>2013-02-05_Löwen</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 20:51:56 +0000</pubDate>
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